Die Gefahr ist immer dabei

07.12.2015 12:04 von Martin Siemer

In Marne kam ein Feuerwehrmann während eines Atemschutzeinsatzes um Leben

Marne/Wildeshausen (msi). Wie gefährlich die Arbeit eines Feuerwehrmannes ist, egal ob Berufs- oder Freiwillige Feuerwehr, wurde am Sonntag erneut auf tragische Weise deutlich. Im schleswig-holsteinischen Marne kam ein 29-Jähriger freiwilliger Feuerwehrmann bei einem Atemschutzeinsatz ums Leben. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde verletzt. Beide waren als Angriffstrupp bei einem Gebäudebrand im Einsatz, als das Feuer plötzlich durchzündete, berichtete der NDR heute.

Der tragische Unfall ereignete sich beim Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Marner Innenstadt.

Der Tod des Feuerwehrmannes führt vor Augen, dass die Einsatzkräfte oftmals einer großen Gefahr ausgesetzt sind.

„Uns ist das jederzeit bewusst“, betont Wildeshausens Ortsbrandmeister Hermann Cordes. Aus diesem Grund gebe es eine intensive Ausbildung, gerade auch für die Atemschutzgeräteträger. „Dazu zählen neben den erforderlichen Ausbildungslehrgängen auch zahlreiche Übungseinsätze“, nennt Cordes einige dieser Ausbildungen.

Auch sind die Wildeshauser Feuerwehrleute mit moderner Technik ausgestattet. Hochwertige Schutzkleidung wie Einsatzjacke und Hose, Helm und Flammschutzhaube bieten ein gewisses Maß an Schutz. Zudem trägt jeder Feuerwehrmann im Atemschutzeinsatz einen sogenannten „Totmannwarner“ bei sich. Dieses keine Überwachungsgerät löst ein Alarmsignal aus, sobald sich der Feuerwehrmann nicht mehr bewegt, zum Beispiel durch eine Bewusstlosigkeit. Ein schrille Warnsignal sowie Lichtsignale zeigen dem dann eingesetzten Rettungstrupp den Weg zum Kameraden.

Bei aller vorhandenen Technik ist jedoch die Erfahrung sowie die Umsicht der Feuerwehrleute bei einem Einsatz unverzichtbar.

„Wir schicken deshalb in der Regel auch deshalb auch, sofern machbar, Trupp in den Innenangriff, bei denen ein erfahrener Kamerad mit einem jungen Feuerwehrmann zusammenarbeitet“, sagte Cordes.

In den 1970er Jahren hatte die Feuerwehr Wildeshausen selbst den Verlust eines Feuerwehrmannes zu beklagen. Dieser verstarb bei einem Hochwassereinsatz.  

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