133 Einsätze, mehr als 20.000 Dienststunden

22.01.2017 16:23 von Martin Siemer

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen

Wildeshausen (msi). 133 Einsätze, 15.903 Dienststunden in der Einsatzabteilung und 156 Menschen, denen geholfen wurde. Beeindruckende Zahlen aus dem Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen, Ortsbrandmeister Hermann Cordes stellte ihn während der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus an der Huntestraße vor. Allerdings gab es im vergangenen Jahr auch 37 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, davon 30 Fehlalarme. Eine Zahl, die nach Cordes Aussage zu hoch ist.

Zählt man die 4.173 Dienststunden der Jugendfeuerwehr und deren Betreuer hinzu, dann kommen die freiwilligen Helfer der Feuerwehr Wildeshausen auf insgesamt 20.076 Stunden. Das entspricht in etwa 10 Vollzeitstellen, die sich Stadt Wildeshausen durch das ehrenamtliche Engagement der Männer und Frauen sparen kann.

Bürgermeister Jens Kuraschinski sparte deshalb auch nicht mit Lob. „Ich zolle euch Respekt und Anerkennung für das, was ihr leistet“, betonte Kuraschinski. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehrführung habe positiver Schritte nach vorne gemacht. „Ich danke euch für die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Dank und Anerkennung gab es auch von Stadtbrandmeister Helmut Müller und Kreisbrandmeister Andreas Tangemann. Müller hob besonders die Einsatzleitung beim Großbrand auf Gut Altona hervor. „Das war kein Kuddel-Muddel, das ist hervorragend gelaufen“, sagte Müller.

Andreas Tangemann unterstrich dass die Feuerwehr Wildeshausen im Landkreis Vorreiter bei Einsätzen und Dienststunden sei. Tangemann informierte über die Novellierung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes. Der vorgesehene Feuerwehrbedarfsplan wird von der Landesregierung zurzeit noch blockiert. Grund ist das sogenannte Konnexitätprinzip, nach dem derjenige „der die Musik bestellt auch bezahlt“. Bedeutet, dass das Land für Aufgaben aufkommen muss, dies es den Kommunen im Bereich Brand- und Katastrophenschutz überträgt.

Kritisch sieht Tangemann auch die in der Novellierung vorgesehene Anhebung der Altersgrenze bei Einsatzkräften von derzeit 63 auf 67 Jahre. Vor allem in Südniedersachsen wird diess forciert, um dem Mitgliederschwund entgegen zu wirken. "Das ist nur ein Aufschieben um vier Jahre. Das stehen diese Feuerwehren vor dem gleichen Problem", sagte Tangemann

Mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses und der Anschaffung einer neuen Drehleiter stehen der Feuerwehr Wildeshausen in diesem Jahr zwei wichtige Ereignisse ins Haus. Außerdem wird in Kürze der neue Rüstwagen des Landkreises erwartet.

Hermann Cordes prognostizierte, dass es wohl die letzte Jahreshauptversammlung am Standort Huntestraße gewesen sei. Im Herbst soll der Neubau in der Pagenmarsch fertig sein. Zeitgleich kommt dann wohl auch die neue moderne Drehleiter.

Keine Veränderungen gab es bei den beiden Gerätewarten der Feuerwehr Wildeshausen. Henrik Bock und Tobias Müller würden für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Neben den Mitgliedern der Einsatzabteilung und den Gästen nahmen auch einige Kameraden der Seniorenabteilung und Ehrenmitglied Manfred Rollié an der Versammlung teil.

 

Unseren Jahresbericht gibt es hier als PDF-Download

 

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