Im Vollschutz auf Wanderschaft

17.04.2018 09:08 von Martin Siemer

Tragen von Chemikalienschutzanzügen – Übungsdienst der 2. und 3.Gruppe

Wildeshausen (Eng). Am Sonntag fand ein besonderer und anspruchsvoller Übungsdienst der 2. und 3. Gruppe statt. Nach Feuerwehrdienstvorschrift ist für das Tragen eines so genannten Chemikalienschutzanzuges (kurz: CSA), der auch als Vollschutz im Gefahrguteinsatz bezeichnet wird, eine jährlich zu absolvierende Belastungsübung vorgeschrieben.

Wer sich also am Sonntagmorgen unterwegs im Bereich des Feuerwehrhaus befunden hat, der wird sich über die „komisch aussehenden Marsmenschen“ gewundert haben. Jedoch handelte es sich dabei um keinen Einsatz sondern lediglich um einen Übungsdienst.

Damit keine schädlichen und/oder giftigen Gase sowie Flüssigkeiten in die Anzüge eindringen können, sind diese Anzüge gasdicht und flüssigkeitsdicht. Darum muss in diesen Anzügen von den Kameraden umluftunabhängiger Atemschutz getragen werden, was zu einer erhöhten körperlichen Beanspruchung jeder einzelnen Einsatzkraft führt, da die ausgeatmete und natürlich warme Luft nicht aus dem Anzug entweichen kann. (quasi wie eine persönliche Sauna) ;)

Des Weiteren ist die Fingerfertigkeit und Handhabung von Tätigkeiten mit den Händen erheblich erschwert. Daher ging es beim heutigen Übungsdienst mit den CSA auch darum, diese Fertigkeiten zu üben und damit die einzelnen an sie gestellten Aufgaben zu erfüllen. Dazu wurden fünf verschiedene Stationen aufgebaut, an denen es u.a. um das Kuppeln von Saugschläuchen, Verschraubungen zusammenbauen, Schaummittelkanister tragen oder auch eine Station mit Eierlaufen ging.

Das richtige An- und Auskleiden wurde dabei ebenfalls geübt, ohne den Träger im Anzug oder auch die Einsatzkräfte außerhalb dabei (besonders nach dem Einsatz wichtig) zu verunreinigen.

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