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Komplexe Rettung

18.03.2018 18:34 von Martin Siemer

Ausbildungsdienst der Feuerwehr Wildeshausen zum Thema Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Wildeshausen (Eng(msi) Bei bestem, sonnigen Wetter unter blauem Himmel stand heute der Ausbildungs-/Übungsdienst der 2. und 3. Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen auf dem Dienstplan. Die Gruppenführer Oliver Rosemeier und Frederik Kazuch hatten für den heutigen Dienst extra einen PKW organisiert, um an diesem das Übungsszenario durchführen zu können. Dabei ging es grundsätzlich um den Einsatzablauf bei einem Einsatz des Rüstwagen und des Löschgruppenfahrzeuges 16 zu einer eingeklemmten Person nach einem Verkehrsunfall.

Zunächst musste das Unfallfahrzeug stabilisiert werden, um den Patienten im „Wrack“ nicht weiter durch eventuelle Erschütterungen zu schädigen. Im Anschluss daran wird eine Erstöffnung geschaffen, um mit dem Verletzten Kontakt aufnehmen zu können, entweder durch den Rettungsdienst oder, wenn noch nicht vorhanden, durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Danach wird eine Zugangsöffnung geschaffen, z.B. durch Herausspreizen einer Tür, dabei muss ein Retter (der sogenannte „innere Retter“) in das Fahrzeug, um den Patienten in Augenschein zu nehmen und mit ersten rettungsdienstlichen, medizinischen Maßnahmen zu versorgen. Es wird auch zwischen dem Einsatzleiter der Feuerwehr und dem Notarzt entschieden, in welchem Zeitraum eine Rettung durchgeführt werden muss. (Sofortrettung, Schnelle Rettung oder eine patientenorientierte Rettung) Dann geht es an die technischen Rettungsmaßnahmen, bei denen die Fenster entfernt werden und das Dach abgenommen wurde, um den Patienten so schonend wie möglich aus dem verunfallten Fahrzeug zu befreien. Da der Patient im Übungsszenario auch im Beinbereich eingeklemmt war, wurde noch mit hydraulischen Rettungsstempeln/-zylindern der Vorderwagen nach vorne gedrückt, um die eingeklemmten Beine aus dem Fußraum zu befreien.

Im Nachgang wurde auch noch einmal von Thorsten Wawrzinek auf neue Antriebsarten, wie z.B. elektrische Fahrzeuge mit Lithium Batterien eingegangen und besonders auf das taktische Vorgehen und damit einhergehenden Gefahren bei einem PKW eingegangen und hingewiesen. Für alle teilnehmenden Kameraden wieder einmal ein wichtiger und auch spannender Sonntags-Übungsdienst am Feuerwehrhaus.

Leider wurden die Wildeshauser Feuerwehrleute am späten Sonntagnachmittag wieder mit der Realität konfrontiert. Auf der Ahlhorner Straße waren in Höhe Aumühle zwei Pkw kollidiert. Mehrere Personen wurden verletzt und in den Fahrzeugen eingeklemmt.

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