Mit aller Kraft gegen den Waldbrand

14.06.2016 21:31 von Martin Siemer

Einsatzkräfte aus sechs Feuerwehren üben in Aumühle bei Wildeshausen

Aumühle (JaWi/msi) Ein ausgedehnter Waldbrand im Wildeshauser Ortsteil Aumühle, der sich durch auffrischenden Wind in Richtung der Autobahn 1 auszubreiten und diese damit abzuschneiden droht - diesem Szenario sahen sich rund 100 Einsatzkräfte diverser Feuerwehren vergangenen Sonntag bei einer groß angelegten Übung der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen ausgesetzt. Um ein Übergreifen des angenommenen Feuers auf die Ortschaft Aumühle zu verhindern, galt es, auf einer Strecke von rund 900 Metern Riegelstellungen vorzunehmen.

Die teilnehmenden Feuerwehrleute aus Ahlhorn, Cloppenburg, Dötlingen, Düngstrup, Neerstedt und Wildeshausen wurden dazu in drei Brandabschnitte zu je 300 Metern aufgeteilt. Jeder Abschnitt hatte zur Aufgabe, eigenständig die erforderliche entsprechende Wasserversorgung aufzubauen. Diese wurde jeweils aus dem nahe gelegenen Flüsschen Aue, einem Hydranten in Aumühle und mit dem Großtanklöschfahrzeug (GTLF) der Feuerwehr Cloppenburg sichergestellt. Für die Wasserförderung über lange Wegstrecken wurde der Schlauchwagen der Ortsfeuerwehr Ahlhorn eingesetzt. Als zusätzliche Schwierigkeit wurde als Teil der Übung zwischenzeitlich ein weiterer Brand im Bereich der Glaner Straße angenommen, sodass einige Einsatzkräfte dorthin abgezogen wurden.

Aus der Gemeinde Dötlingen waren die Ortsfeuerwehr Dötlingen mit dem Einsatzleitwagen und dem Löschgruppenfahrzeug sowie die Ortsfeuerwehr Neerstedt mit dem Hilfeleistungstanklöschfahrzeug beteiligt. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde das GTLF der Feuerwehr Cloppenburg mit einer Löschwasserkapazität von 24.000 Litern als Puffer eingesetzt und ständig im Pendelverkehr durch die wasserführenden Fahrzeuge aus Ahlhorn und Neerstedt erneut befüllt.

Um den Funkempfang an der Einsatzstelle im bewaldeten Gebiet zu verbessern, wurde ein Funkgerät mit Repeater-Funktion im Korb der Drehleiter der Wildeshauser Feuerwehr als Signalverstärker in die Höhe befördert. Insgesamt wurden über 2500 Meter Schlauchleitung verlegt und 27 Strahlrohre für die Riegelstellung vorgenommen.

Nach Abschluss der Übung gab es für alle Beteiligten eine Stärkung vom Grill, die von der Forstverwaltung gestiftet worden war. Regina Dörrie, Leiterin des Forstamtes Ahlhorn und Kreiswaldbrandbeauftragte sowie Karl-Heinz Frese, Leite der Revierförsterei und zugleich Waldbrandbeauftragter der Gemeinde Großenkneten, machten sich ebenso wie Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski vor Ort ein Bild von dem Übungseinsatz. Kuraschinski ließ es sich nicht nehmen, das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Düngstrup, ein Unimog, durch das unwegsame Gelände zu steuern.

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